Im Berufsleben, so sagt man mir nach, sei ich ein extrem strukturierter Mensch. Struktur kann man lernen, das musste ich auch, nachdem durch meine schlechte Zeitplanung beinahe einmal ein Riesendruckauftrag in die Hose gegangen wäre. Lasst also Exceltabellen und Deadlines um mich sein. Von 9 to 5, jedenfalls.
Denn ganz anders bin ich privat. Da hasse ich jede Form von Verpflichtungen zeitlicher Art und plane am Liebsten von Jetzt auf Gleich. Besonders im Urlaub - den ich gerade in der Stadtwohnung genieße - geht mir jeglicher Planungsansatz flöten. Nach drei Tagen kompletter Verpeiltheit, ausgedehnten Mittagsschläfchen und Bummelei bis zum Exzess (und einer komplett verschlampten Wohnung) habe ich heute eine To-Do-Liste erstellt. Kann ja nicht sein, dass meine Freizeit nicht doch ein wenig in strukturierte Bahnen gelenkt wird!
... link (0 Kommentare) ... comment
Welche Dreistigkeit manche Menschen doch besitzen! Wie glücklich darf ich mich schätzen, dass meine bisherigen Mitbewohner/Untermieter immer ganz zauberhaft und unstörend waren - im Gegensatz zu diesem Exemplar.
... link (0 Kommentare) ... comment
Also, ich muss es ja jetzt einfach mal sagen: Auch nach bald sieben Jahren freue ich mich immer noch jeden Tag auf die Neuigkeiten aus der Blogosphäre.
... link (0 Kommentare) ... comment
Der Leiter des Bieneninstituts der Humboldt Universität heißt Kaspar Bienefeld.
... link (4 Kommentare) ... comment
Mein Patenkind, der Sohn der Lieblingstierärztin, wird in zwei Wochen ein Jahr alt. Und ich gerate in Geschenkestress. Nun hat er sein favorisiertes Kuscheltier, einen blauen Elefanten, bereits gefunden, sämtliche Bespaßungselemente wurden von den stolzen Großeltern gesponsort. Und mir fehlt die Idee.
(Auch der Gentleman hat nächste Woche Geburtstag, das Fehlen von Ideen scheint nicht nur auf Kleinkinder beschränkt.)
Eine Frage daher an die geneigte Leserschaft: Was schenkt eine stolze Tante dem charmanten Nachwuchs, der ihr bislang weder übers Kleid kotzte noch - wie andere Kinder - bei meinem mitunter etwas grimmigen Anblick in schrilles Weinen ausbrach? Und wenn Sie schon dabei sind: Was kann ich dem Gentleman schenken, der mir lieb und teuer ist, ohne dass es mich ruiniert?
Seien Sie herzlich im Voraus für Ratschläge bedankt!
... link (3 Kommentare) ... comment
Spa-Vergnügen von Freitagmittag bis Sonntagmittag. Bin jetzt stolze Nagellackträgerin, nachdem sich die Kosmetikerin eine gute halbe Stunde mit meinen Füßen befasst hatte.
+++
Die Umgebung von Werder (Havel) ist, nein, nicht abgenutzt pittoresk, sondern wahrhaft entzückend. Worpswede kann sich verstecken. Suche mir jetzt einen gut bezahlten Job in Potsdam, damit ich mir endlich mein Landhaus am See leisten kann. (Witz.)
+++
Eine Pizzeria entdeckt, in der keine Albaner, Araber, Türken, Libanesen oder Marokkaner arbeiten, sondern echte Italiener, die sich untereinander auf Italienisch unterhalten. Wahnsinn.
+++
Arztbesuche sind eine gute Gelegenheit, die unterschiedlichen Nervositäts- oder Schamstadien zu beobachten.
+++
Auch der Mechaniker des Vertrauens teilte mir den fortgeschrittenen Korrosionszustand meines Autos mit. Aber, immerhin, ohne einen Kostenvoranschlag: "Lohnt sich nicht, fällt alles nicht ab, klappert und röhrt nur innen. Kostet nix." Die fünf Euro für die Kaffeekasse gebe ich wirklich gern bei soviel Vernunft.
... link (1 Kommentar) ... comment
Draußen nur Kännchen, drinnen nur Tässchen. Mit diesem Problem muss sich Frau Kaltmamsell befassen und hat ihre ganz eigene Lösung dafür gefunden. Was ungeahnt mehr Arbeit mit sich bringt.
Bei uns im Büro gibt es die klare Regelung: Hände weg von der Tasse, die meinen Namen trägt. Dafür habe ich der Abteilung auch drei Tassen mit Werbeaufdruck spendiert, zusätzlich zum bereits vorhandenen, ordentlich weißen China Bone-Geschirr, das für Meetings rausgekramt wird. Der Kollege, welcher sich einmal wagte, wusste recht schnell nach einem Blick in meine Augen, dass dies nie wieder passieren sollte und nennt jetzt auch eine Namenstasse sein Eigen.
Ich bin sicher, dieses unser Verhalten hat nichts, aber auch gar nichts mit Revierverteidigung zu tun.
... link (2 Kommentare) ... comment
Morgen geht's erst einmal für ein paar Tage in ein Spa. Es wäre ja schön, wenn mein Bikini noch halbwegs passen würde.
+++
Montag dann wieder so ein blöder Arzt-Termin. Mag nicht. Muss aber.
+++
Gegenüber wird gerade in Rekordzeit ein kleines Haus gebaut. Ich frage mich, warum ich in dieser Beziehung so gar nicht das Kind meiner Eltern bin, die in ihrem Leben schon so einige Häuser (um-) gebaut, renoviert, ge- und verkauft haben. Ich fand zwar immer - und finde es noch -, dass ich perfekt in eines dieser Gutshaus ähnlichen Gebäude passe, aber den Erwerb eines solchen kann ich mir nicht nur aus monetären Gründen nicht vorstellen. Wer weiß denn schon, ob ich nicht Morgen ganz woanders wohnen möchte?
+++
Endlich ist es warm genug, die hautfarbenen Netzstrümpfe wieder auszupacken und tatsächlich in der Öffentlichkeit zu tragen. Passen perfekt zu den grünen Wildleder-Highheels.
+++
Müde. Sehr müde.
... link (0 Kommentare) ... comment
Leider merke ich es ja nicht immer, wenn ich verarscht werde. Aber bei Automechanikern bin ich grundmisstrauisch. Nicht zu Unrecht, wie ich heute feststellen durfte. Diesmal nicht zum Mechaniker des Vertrauens gegangen, weil möglicherweise Originalteile benötigt würden. Dann telefonisch einen Kostenvoranschlag erhalten, nach dem ich mir eine Minute Bedenkzeit erbat. Dort, wo sich vermutlich nur ein kleiner Riss befindet, der mein Auto akustisch in ein sattes Prollmobil verwandelt, soll angeblich alles so verrottet sein, dass sogar der Katalysator nicht mehr brauchbar sei. Rund 1.400 Euro müsste ich berappen, aber bei einem so alten Auto mit so vielen Kilometern würde sich das doch nicht mehr lohnen. Aber man habe da auf dem Hof noch zwei Autos stehen, deutlich weniger Kilometer drauf, ob ich nicht? Nein, danke, der Herr. Ich lasse also nur die notwendige Bremszange austauschen und spare mir die Bemerkung, dass ich mein Auto-Herz und meinen Motor nur noch dem Mechaniker des Vertrauens überlasse.
... link (3 Kommentare) ... comment
Natürlich könnte ich jetzt auch in den allgemeinen Sermon einstimmen, der Winter sei zu lang, zu kalt, zu grau - und überhaupt, unerträglich! Aber ganz ehrlich: ist doch toll, dass immer noch oder schon wieder Schee liegt, es knackig kalt ist. Erinnern Sie sich noch an das ekelhafte Suddelwetter der vergangenen Jahre? Wochenlang grauer Nieselregen, so richtig warm und sonnig wurde es dann auch erst im Mai.
Freuen wir uns also auf einen explosiven Frühlingsbeginn Mitte April! Bis dahin: einfach noch mal den ein oder anderen Tee trinken und den dicken Mantel auftragen. (Außerdem können Sie das Abnehmen bis zur Sommerbikinifigur noch ein bisschen rausschieben.)
... link (2 Kommentare) ... comment
Am Donnerstagabend hatte der gelegentliche Zwang zum Antichambrieren einen wunderbaren und unerwarteten Vorteil. Während oben in der ersten Etage die Wichtig-wichtig-Menschen des Städtchens bei Rindfleischsalat und Häppchen empfingen, um hernach ein Stockwerk höher einem der Sahnstückchen des Festivals (und das meine ich tatsächlich, man hörte durch die geschlossene Tür, was die Pianistin auf einem historischen Flügel Wunderbares vollbrachte) beizuwohnen, wartete ich im Erdgeschoss bei den Diensthabenden auf meinen späteren Einsatz als Marketingtante. Bis der Haustechniker meinte: "Wollense nich mal die Ausstellungen anschauen? Wir machen für Sie noch mal Licht an."
Ein Museum, ganz allein für mich! Alle Räume leer, ganz in Ruhe die Beschreibungen der Exponate lesen, sich wundern, was für kostbare Alltäglichkeiten ausreichen, ganze Epochen auferstehen zu lassen. Die Stadtlandschaft interaktiv erspielen und nunmehr durchaus verstehen, warum sehr alte Menschen von der Stadt sagen, sie sei einmal eine schöne gewesen.
Später kommt der Haustechniker und bringt mir noch einen übriggebliebenen Rindfleischsalat und ein paar Häppchen. Gemeinsam stehen wir inmitten der Ausstellung, plaudern, essen, lauschen den fernen Klängen und finden es so viel besser, hier zu sein als bei all den Würdenträgern und Wichtigmenschen zwei Stockwerke über uns. Ein Museum ganz für mich allein, wer von denen hatte das schon einmal?
... link (2 Kommentare) ... comment
Nach dem Halber-Berg-geschafft-Fest am Mittwochabend steuert das Festival jetzt auf den Höhepunkt und Abschluss zu. Langsam werden die 12- bis 14-Stundentage zur Gewohnheit. Am Dienstagabend war ich stehend k.o., aber das kann auch an ungewohnten Musikerlebnissen gelegen haben. Die Ohren haben aufgehört zu bluten.
+++
Vier Tage "Arbeits-WG" mit Gentleman, Redakteurin und Kameramann waren eine interessante und belustigende Erfahrung. Das Ergebnis im Werden zu beobachten, die Professionalität und das feine Gespür für aussagekräftige Bilder und gute O-Tongeber haben mich wirklich beeindruckt. Dabei hatte ich schon Befürchtungen, mit einer guten Bekannten zusammen zu arbeiten. Schon einmal ist eine Freundschaft zerbrochen, weil nach einem mangelhaften Arbeitsergebnis der Anwalt eingeschaltet wurde. Die Festival-Videos sind klasse geworden, da dürfen sich so manche Berichterstatter anderer Sender eine Scheibe abschneiden.
+++
Schon die zweite, halbprofessionelle Einladung auf einen Kaffee erhalten. Ein Tandem wurde vorgeschlagen. Ich solle doch so besser Polnisch lernen, er spräche gern besser Deutsch.
+++
Neuerwerb der Woche: mildgrüne Wildlederpumps mit 10 cm-Blockabsatz. Drei Stunden Tragedauer sind schmerzfrei möglich. Danach Wechsel in die flachen Ballerinas.
+++
Vorfreude auf arbeits- und Festivalfreie Tage.
+++
Drei Kilo abgenommen.
+++
Und bei Ihnen so?
... link (2 Kommentare) ... comment
Die Vögel sind schon wieder verstummt, der Schnee hat ihnen wohl auf die Stimme geschlagen.
+++
Mir macht das ja immer Spaß, wenn ich die Entwicklung von Praktikanten verfolgen kann. Einer der letzten Praktikanten bemüht sich redlich, seinen Studentenjob auszufüllen. Sogar die Haare sind jetzt kurz geschnitten.
+++
Das festliche Kleid sitzt, teilt, hebt und streckt. Jetzt muss ich nur noch passende Schuhe in meinem Fundus entdecken. Oder sollte ich vielleicht doch die türkisgrünen, hochhackigen Edeltreter erwerben?
´
+++
Manchmal bin ich doch sehr froh, mir die nötige Distanz zu bestimmten Vorgängen in meinem Umfeld wahren zu können. Distanz, die sich aus meiner seit frühester Kindheit erlernten Freiheit, Entscheidungen über mein Leben selbst fällen zu können, speist. Wie meine Oma immer sagte: "Mein Goldisch, solange du dein Wissen und deinen Humor in einen Koffer packen kannst, hast du alles für die Reise durchs Leben."
+++
Anlagetipp: Jetzt schon eine griechische Insel aussuchen!
+++
Der Gentleman hat sein Ganzjahreskennzeichen ans Bike getackert. Die Batterie der Vespa muss noch eingebaut werden. Frühling, hörst du? Wir warten auf dich!
... link (2 Kommentare) ... comment