KinderKinder.

Kinder sind ja nicht nur steter Quell der Freude und von Nervenzusammenbrüchen überforderter Eltern, sondern in erster Linie immer da, wo man sie gerade nicht vermutet. Spurtet man abends in die Klinik und eilt mit recht großen Schritten auf den neu erworbenen schicken Stiefelettchen den langen, sehr langen Gang entlang, kommt einem so ein kleines Wesen sehr unvermutet vor. Und vor allem, wenn es mit einem Affentempo auf einem dieser kleinen, niedlichen Autochen um die Ecke gesaust kommt, gefolgt von oben genannten überforderten Eltern.

Jedenfalls, die lieben Kleinen übersehen ganz gern mal, dass mittelalte, mittelschwere und mittelgut sehende, leicht gestresste Mitmenschen das mit dem Ausweichen nicht mehr ganz so gut draufhaben. Das Kind rast auf mich zu, ich versuche, auszuweichen und klatsche der Länge nach auf den Gangboden. "Sind Sie verletzt, junge Frau", fragt der Kindsvater, und das Einzige, über das ich mich wundere, ist die Bezeichnung als junge Frau. Meine linke Hand tut ein bisschen weh, aber gebrochen habe ich nichts, denn fallen kann ich ganz gut, wieder aufstehen auch, das lernt man halt im Leben.

Hätte ich doch beinahe aufgrund eines Kleinkindes ins Krankenhaus einrücken müssen. Auch eine Art Ironie des Schicksals.

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... wie die Zeit vergeht.
Liebe Frau Wortschnittchen, 2006 bin ich zuerst in Ihr Blog gestolpert und schmökernd liegen geblieben. Dann kamen das Leben und Ähnliches dazwischen. Nun bin ich wieder hier gelandet und habe mich gefreut, dass ich bei KinderKinder gleich alles wiedererkannte. Daher jetzt mal ein Gruß und ein Dankeschön.
Sally

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Liebe Sally, ich freue mich, dass ich noch wiedererkennbar bin, zwischen meinen Buchstaben und ein Danke zurück. Manchmal komme ich mir wie ein Zerrbild von 2006 vor, eines, das ein wenig verschwommen ist und das man ganz genau betrachten muss, um die Konturen zu erkennen. Dann hilft blinzeln.

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