Wenn meine Laune eine Naturgewalt wäre, würde sie die Menschheit ausrotten.
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Junger Mann, von wem ich geduzt werden möchte, entscheide ich.
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Das Geräusch meiner Wirbelsäule, als die Thai-Masseurin meinen Rücken über ihre Knie bog, muss bis nach Sibirien geschallt haben. Meine Kopfschmerzen, der verkrampfte Oberkörper aber - weg. Wer hätte gedacht, dass hier solche Wohltaten möglich sind.
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Wann hat man schon mal Gelegenheit, das Familiengeschmeide aus dem Schrank zu holen und der geneigten Öffentlichkeit vor Augen zu führen? Richtig. Ein Ball muss her. Das Gelegenheitskleid sitzt noch, die Korsettstäbchen sind auch wieder fest in ihren Satintaschen verstaut und pieksen nicht mehr unaufgefordert und unangenehm in die Rippenbögen. Die Hochhackigen sind noch genauso unbequem wie ehedem, allenfalls scheint die Strumpfmodenindustrie einige Neuerungen in punkto Haftbarkeit und Tragkomfort getätigt zu haben. Kurz: alles sitzt, teilt, hebt und putzt.
Fehlen nur die Funkelsteine, Perlen und Güldenes. Ich erinnere mich noch gut an Abende, als die Mama, bereits in vollem Ornat, in einer letzten, königlichen Vorbereitungsgeste die goldene Kette mit den Diamantsplittern umlegte, befriedigt in den Spiegel schaute und von da an nur noch huldvolle Luftküsschen verteilte. Das wollte ich auch, und dachte sogleich an die zur Gelegenheit und ebenso zum Gelegenheitskleid sehr gut passende Kette mit Großmamas Perlen, den Ring mit der Art Deco-Kombination aus Amethysten und Perlen. Nur noch im Schrank nachsehen, dort, wo ich derlei Dinge gern unter ziemlich vielen Klamotten verstecke. Oder hatte ich sie doch dem Gentleman übergeben, auf dass er sie im Tresor in Sicherheit bringe? Waren sie eventuell vor dem Urlaub noch an einen anderen Ort verbracht worden? Man weiß es nicht. Der Chef, dem ich später mein Leid - nun angetan mit billigem Modeschmuck an beiden Ohren und gänzlich dezent behängt - klagte, gab den Tipp, ich solle doch mal im Kühlschrank nachsehen. Andere Dinge haben ja dort bereits ihren Platz gefunden.
Also werde ich mich heute nach der rauschenden Ballnacht auf Schatzsuche begeben. Wer weiß, vielleicht liegt das Geschmeide in der Brotbackmaschine?
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Falls jemand heute ungebremste Lust auf Ohrfeigenverteilen hat: Hier geht das relativ sozialkompatibel.
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Heute dem Kollegen die Grundzüge des Guerilla-Marketing angetragen. Hoffe, nicht demnächst in einen Hinterhalt zu geraten.
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Nein, ich werde mir heute keine Wahlsendungen über Obama vs. McCain ansehen. Ich gestehe, mich interessiert es nicht. Mich interessieren die Taten, die den ausgefeilten Kampagnen der Spin Doctors folgen. Aber wie umwälzend und wirklich Change, neededdie Präsidentenwahl eines Amerikaners mit afrikanischen Wurzeln ist, wurde mir klar, als ich die Verwandten Obamas in Kenia feiern sah, Anteil nehmen am jetzt schon großartigen Erfolg eines Nachkömmlings jener Menschen, die aufgrund ihrer Hautfarbe und Herkunft in der Geschichte der Vereinigten Staaten geächtet und versklavt wurden. (Dass Obamas Südstaaten-Vorfahren durchaus ebenfalls Sklavenhalter waren, sei hier trotzdem erwähnt.)
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Ganz ohne Gesang präsentiert sich der selbstgekelterte Quittenwein des Stiefvaters, dafür aber mit einer Süffigkeit, die den Dienstagabend in gelbgoldenes Licht taucht. Ein Jeder sollte einen Quittenbaum pflanzen. Wir wären alle glücklicher.
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Soeben antike Nahrungsmittel aus des Gentleman unserem Vorratsschrank entfernt. Überlege, diese Anthropologen für Forschungszwecke zur Verfügung zu stellen. (Dreierlei Senf, natürlich Bautz'ner, Gürkchen aus der LPG-Spreewaldglück, Hausmacherleberwurst aus Patientenschlachtung, Tomantensauce.) Das Glück der Teilzeithausfrau.
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Pregnancy Hill für Prenzlauer Berg. Die schwangere Lieblingstierärztin über lebenswichtige Accessoires der 30somethings in Berliner (Ex-)Szenebezirken.
(Noch nie so viele Zwillingskinderwagen gesehen wie dort. Die Fertilität der späten Mütter.)
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Auf der Suche nach Eventausstattungen und Deko-Ideen auf die Lösung unseres Newsletterproblems gestoßen. Ich sollte sonntags einfach nicht mehr arbeiten.
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Entweder die Schilddrüse oder die Bauchspeicheldrüse. Was noch zu klären sein wird. Ach, das Alter! Ach, ach.
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Schon fünf Jahre und drei Tage.
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So ein Tag daheim kann mitunter in Ratlosigkeit münden. Die Fertilität der Einzelsocke beispielsweise scheint mir ein noch unerforschtes Terrain der Hausfrauenwissenschaft zu sein. Sie vermehren sich rapide. Sie sind immer dem männlichen Teil der Hausgemeinschaft zuzuordnen. Wenn sie aus ihren monogamen Bindungen ausbrechen, fangen sie ein Wandererleben an, um sich mal hier und da mit anderen Einzelsocken zu verbünden. (Dieses Verhalten wurde bereits bei in enger Monogamie lebenden Vogelarten beobachtet. Der Nachwuchs stammt zu einem nicht unerheblichen Teil von einem anderen biologischen Vater als vom in der monogamen Beziehung lebenden Vogelvater. Kuckuckskinder, allerorten.) Nachwuchssorgen haben die Einzelsocken jedenfalls nicht. Sie werden in der Waschmaschine ausgebrütet.
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Warum empfindet man das Surren einer Spülmaschine als angenehm, während das rhythmische Drehen der Waschmaschine den letzten Nerv tötet?
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